Neubau der Rachentobelbrücke am Wanderweg Hundwil–Stein / Projektstand

Mit der Genehmigung der Voranschläge in beiden Gemeinden im November 2025 wurde die finanzielle Grundlage für das Projekt geschaffen.

Die Kosten für die Erneuerung der Fussgängerbrücke über das Rachentobel werden von den Gemeinden Hundwil und Stein je zur Hälfte getragen. Anfang 2026 konnte das Baugesuch eingereicht werden und inzwischen liegt die Baubewilligung einschliesslich aller erforderlichen Mitberichte vor. Die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Bauarbeiten sind im Gang.

Die bestehende Brücke wurde durch Unwetter und Hochwasserereignisse erheblich beschädigt und ist seit Sommer 2024 für die Benutzung gesperrt. Sie wird durch eine neue Holztrogbrücke mit Stahlträgern ersetzt. Mit Blick auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre wurde eine robustere und widerstandsfähigere Bauweise gewählt. Die Spannweite der neuen Brücke beträgt rund 24 Meter.

Der Wanderweg Stein-Hundwil hat eine besondere historische und regionale Bedeutung. Er diente einst als Landsgemeindeweg und stellt zudem eine Verbindung zur sogenannten «Sprechenden Brücke» in Herisau dar. Heute ist die Route ein beliebter Wanderweg und eine wichtige Verbindung zwischen den beiden Gemeinden.

Aufgrund der anspruchsvollen Lage und der damit verbundenen erhöhten Baukosten wurden verschiedene Stiftungen und Institutionen um finanzielle Unterstützung angefragt. Die Gemeinden durften dabei auf grosses Wohlwollen und zahlreiche positive Rückmeldungen zählen.

Für den Neubau der Rachentobelbrücke wurden den beiden Gemeinden insgesamt Beiträge von CHF 125'000.00 zugesichert. Zusätzlich wurden der Gemeinde Hundwil zweckgebundene Beiträge von insgesamt CHF 25'000.00 zugesprochen. Diese setzen sich aus einer Spende des Verkehrsvereins Hundwil von CHF 5'000 sowie einem Beitrag aus dem Fonds von J. und I. Oertle von CHF 20'000.00 zusammen.

Die höchsten Unterstützungsbeiträge stammen vom Mobiliar Fonds Brücken und Stege mit CHF 40'000.00 sowie vom Fonds Schweizer Wanderwege mit CHF 30'000.00. Weitere Beiträge leisten die Steinegg-Stiftung und die Metrohm Stiftung mit je CHF 20'000.00 sowie die Dr. Fred Styger Stiftung mit CHF 15'000.00.

Die zugesicherten Beiträge stellen einen wichtigen Bestandteil der Projektfinanzierung dar und tragen wesentlich zur Realisierung des Neubaus bei. Als Zeichen der Wertschätzung werden die unterstützenden Organisationen an der neuen Brücke namentlich erwähnt.